Projektlebenslauf
Elektrobit Automotive GmbH
Expert Development Engineer — Fahrerassistenzsysteme · 08/2011 – 03/2017
Kurzprofil
Fünfeinhalb Jahre in der Entwicklungspartnerschaft zwischen Elektrobit und einem deutschen Premium-Automobilhersteller im Fachbereich Driver Assistance. Beginn als Entwickler in einem Serienprojekt, Entwicklung über die Rolle des Software-Architekten hin zu Scrum Master und stellvertretendem Projektleiter in Teams von 8 bis 12 Personen.
Fachliche Schwerpunkte: Architektur- und Reverse-Dokumentation komplexer, gewachsener Fahrerassistenzsoftware, Werkzeug- und Toolchain-Entwicklung (Python, Django, Jenkins), modellbasierte AUTOSAR-Funktionsentwicklung (Simulink/TargetLink/Stateflow) sowie SIL-Testautomatisierung für generierten Autocode. Prägend war der Übergang vom klassischen Wasserfallvorgehen zu agilen Prozessen — mehrfach nicht nur angewandt, sondern in Projekten neu eingeführt und etabliert. Ergänzend: fachliche Anleitung von bis zu drei Teammitgliedern sowie Betreuung von vier Werkstudenten und Praktikanten.
Projekte & Tätigkeiten
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01/2015 – 03/2017 · ESP-Längsregler — Scrum Master, Product Owner (vertretungsweise) & Entwickler
Scrum Master und stellvertretender Projektleiter in einem wachsenden Team (8–12 Personen): Einführung und Etablierung agiler Prozesse (Product Backlog, Daily, Retrospektiven), Aufbau von Tooling und Prozessen, aktive Teambildung. Stellvertretende Planung und Kundenabstimmung inklusive Eskalationen. Technisch: Requirements, modellbasierte Entwicklung im Bedien- und Anzeigekonzept, eigene SIL-Toolkette in Python und C, SIL-Tests und CI mit Jenkins. Über mehrere Monate zusätzlich vertretungsweise die Rolle des Product Owners — begleitet durch einen externen Agile Coach.
Werkzeuge Scrum, Kanban, MATLAB/Simulink, TargetLink, Python, C, Jenkins, SIL, Requirements Engineering
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06/2014 – 03/2017 · Kamera-Schutzklappe (Innenraum) — Software-Komponentenverantwortlicher
Übernahme einer AUTOSAR-Softwarekomponente in kritischer Projektphase: Von drei Jahren Serienentwicklungszeit waren zwei verstrichen, ohne dass die Komponente einen Verantwortlichen oder Code hatte. Entwicklung eines akustikoptimierten Regelalgorithmus, der den Schallpegel abhängig von den klimatischen Bedingungen unterhalb einer definierten Schwelle hält. Spezifikation der Applikations-, Diagnose-, Fehlerspeicher- und persistenten Schnittstellen, Anforderungsabstimmung mit dem Kunden, A-Muster mit dSPACE MicroAutoBox, Inbetriebnahme beim Zulieferer und im Fahrzeug. Mangels Testwerkzeug-Lizenzen ein eigenes SIL-Testbett gebaut. Nach rund neun Monaten lief die Komponente im Fahrzeug — inklusive Einklemmschutz und zwei grundverschiedener Aktorik-Varianten.
Werkzeuge AUTOSAR-SWC, MATLAB/Simulink, TargetLink, Stateflow, Embedded C, Artop, Python, pytest, pandas, Jenkins, dSPACE MicroAutoBox
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12/2012 – 06/2014 · AIM „Architecture and Interface Manager" — Teilprojektleitung, Scrum Master & Entwickler
Erste eigene Projektverantwortung — technisch, fachlich und personell. Leitung der Entwicklung einer Schnittstellendatenbank für die Handcode-Schnittstellenwelt der Fahrerassistenzsoftware, inklusive Anleitung eines dreiköpfigen Teams und Vertretung des Product Owners. Ein Django-Webservice mit WebForm und REST-API (LDAP-Auth) für rund 40–50 Softwarekomponenten: Schnittstellensuche, versionierter Diff, Generierung standardkonformer Header und Testbett-Anbindung. Der einmalige Import der bestehenden Header wurde nebenbei zum Compliance-Audit für den Kunden. Nach gut einem Jahr produktiv, später verpflichtender Bestandteil des Handcode-Prozesses und an CI/CD angebunden.
Werkzeuge Python, Django, Django REST Framework, MySQL, LDAP, HTML/CSS/JavaScript, Apache, AUTOSAR/ARXML, Jenkins, Jira, Scrum
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03/2012 – 01/2013 · RDU4 (Vorentwicklung) — Architekt & Entwickler
Brücke zwischen Vorentwicklung und Serie: Erarbeitung und Präsentation von Empfehlungen zur Einbindung neuer Fahrerassistenzfunktionen in die bestehende Software-Struktur, Fachinterviews mit der Vorentwicklung des Kunden, Erstellung von Architekturbeispielen sowie Schnittstellendefinition für AUTOSAR-Softwarekomponenten inklusive modellbasierter Entwicklung und C-Code-Entwicklung in UML.
Werkzeuge Enterprise Architect, UML, AUTOSAR, Embedded C, TargetLink, Stakeholder-Interviews
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10/2011 – 06/2012 · RDU3 — Software-Architekt
Aufbau der Architektur-Dokumentation der Fahrerassistenzsoftware durch reverse Dokumentation: Modul-Steckbriefe und eine Toolchain aus Enterprise Architect und Python für eine automatisierte, konsistente Architekturdokumentation. Die Python-Sync-Toolchain parste große ARXML-Dateien und EA-Exporte (lxml), analysierte C-Header per AST, harmonisierte Schnittstellen und berechnete Diffs. Ergebnis war erstmals ein abteilungsübergreifendes, technologieunabhängiges Gesamtsystem-Modell.
Werkzeuge Enterprise Architect, UML, Python (lxml, AST-Analyse), AUTOSAR/ARXML, Embedded C, Integrity MKS, SVN
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08/2011 – 09/2011 · VPU — Entwickler (Einstieg)
Mitwirkung an der Reverse-Erstellung von Modulspezifikationen aus bestehendem C-Code eines bereits in Serie befindlichen Steuergeräts, zum Einsatz für Scheduling und Variantenmanagement.
Werkzeuge Embedded C, Reverse Engineering, Modulspezifikation, Scheduling, Variantenmanagement
Rolle & Verantwortung
- Agile Führung ohne disziplinarische Verantwortung: Scrum Master und stellvertretender Projektleiter in Teams von 8 bis 12 Personen; Einführung agiler Prozesse in Projekten, die zuvor im Wasserfall arbeiteten
- Product Ownership in Vertretung in zwei Projekten: bei AIM (12/2012–06/2014) sowie über mehrere Monate im ESP-Längsregler-Projekt — begleitet durch externes Agile Coaching
- Teilprojektleitung inklusive fachlicher Anleitung von drei Teammitgliedern (AIM)
- Software-Komponentenverantwortung für eine AUTOSAR-SWC bis zur Serienreife inklusive Diagnose und Fehlerspeicher (Kamera-Schutzklappe)
- Architekturverantwortung für die Reverse-Architekturdokumentation der Fahrerassistenzsoftware und die zugehörige Toolchain
- Kundenschnittstelle: Anforderungsabstimmung, Präsentationen vor der Vorentwicklung, stellvertretende Planung, Eskalationen
- Aufbau von Werkzeug- und Testinfrastruktur: SIL-Toolketten, CI mit Jenkins, automatisiertes Testreporting
- Wissenstransfer: Betreuung von vier Werkstudenten und Praktikanten, technischer Ansprechpartner im Team
Kompetenzen
- Sprachen
- Embedded C, C, Python, JavaScript, HTML/CSS
- Modellbasierte Entwicklung
- MATLAB/Simulink, dSPACE TargetLink, Stateflow, Autocode-Integration, dSPACE MicroAutoBox
- Architektur & Standards
- AUTOSAR (SWC-Spezifikation, ARXML, Typsystem), UML, Enterprise Architect (zertifiziert), Reverse Architecture, Schnittstellen-Harmonisierung
- Web & Datenhaltung
- Django, Django REST Framework, django-polymorphic, MySQL, LDAP-Auth, Apache, Datenbank-Migrationen (Schema & Daten)
- Test & CI
- SIL-Testautomation für generierten Autocode, spezifikationsgetriebenes Testdesign, pytest, pandas, Artop, Jenkins, automatisiertes Testreporting
- Agile Methodik
- Scrum (Scrum Master, zertifiziert), Kanban, Product Backlog, Requirements Engineering, Retrospektiven, Jira
- Domänen
- Fahrerassistenzsysteme (Längsregelung, Kamerasysteme), Fahrzeug-Innenraum, Steuergerätesoftware, funktionale Absicherung
Ergebnisse
- Serienreife Softwarekomponente in kritischer Projektphase gerettet: Übernahme ohne vorhandenen Code bei einem Drittel verbleibender Projektlaufzeit; nach rund neun Monaten lief sie im Fahrzeug (Kamera-Schutzklappe)
- Agile Prozesse in zwei Projekten eingeführt und etabliert — inklusive Teambildung, Tooling und stabilem Testkonzept
- AIM produktiv gesetzt und zum Standard gemacht: von der Idee über ein Mockup in drei Monaten bis zum verpflichtenden Bestandteil des Handcode-Prozesses mit CI/CD-Anbindung, für rund 40–50 Softwarekomponenten
- Aus einem Datenimport ein Compliance-Audit gemacht: Der einmalige Header-Import meldete jeden Verstoß gegen die Kodierstandards zurück und lieferte dem Kunden unerwarteten Zusatznutzen
- Zwei eigene SIL-Toolketten in Python und C aufgebaut, weil Werkzeug-Lizenzen fehlten — beide in CI eingebunden und über Projektgrenzen hinweg genutzt
- Erstmals durchgängige, abteilungsübergreifende Architekturdokumentation der Fahrerassistenzsoftware inklusive automatisierter Toolchain (Enterprise Architect + Python)
- Fachliche Breite erweitert: vom Embedded-Entwickler zum Architekten, Scrum Master, Product Owner in Vertretung und stellvertretenden Projektleiter — erste Product-Ownership-Erfahrung damit bereits ab 2012
Detaillierte Referenzen und eine vollständige Fassung stelle ich auf Anfrage bereit. Die einzelnen Projekte sind ausführlich im Lab-Tagebuch beschrieben.